Datenschutzerklärung

Stand 25.05.2018

1. Einleitung

Als Sozialforschungsinstitut gehört es zu unserer täglichen Arbeit, Fragen zu stellen, um Antworten auf sozialwissenschaftliche Fragestellungen liefern zu können. Wir verarbeiten Ihre persönlichen Daten ausschließlich im Auftrag und zur Kontaktierung bei der Beantwortung von Forschungsfragen und löschen Ihre persönlichen Kontaktdaten grundsätzlich zum frühestmöglichen Zeitpunkt.

Der verantwortungsbewusste Umgang mit personenbezogenen Daten hat für uzbonn höchste Priorität. Der Schutz Ihrer persönlichen Daten nach dem aktuellen Stand der Technik, der gültigen Rechtslage sowie den weitergehenden Vorschriften von Berufsverbänden ist Grundlage unserer Arbeit. Wir möchten, dass Sie wissen, wann wir welche Daten erheben und wie wir sie verwenden.

Alle Mitarbeiter/innen von uzbonn verpflichten sich auf die Vertraulichkeit im Umgang mit personenbezogenen Daten. Maßgeblich sind dabei die gesetzlichen Bestimmungen des europäischen und deutschen Datenschutzrechts. uzbonn ist Mitglied der ASI, Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e.V., des Berufsverbands Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. (BVM), der DeGEval – Gesellschaft für Evaluation e.V. sowie der ESOMAR, dem Weltverband der Sozial- und Marktforscher (durch Mitgliedschaft unseres Geschäftsführers Dr. Krüger).

Die zuvor genannten Mitgliedschaften verpflichten uzbonn über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zur Einhaltung von Standesregeln, in denen festgelegt ist, wie die Anforderungen des Datenschutzes in die Praxis der Markt- und Sozialforschung umzusetzen sind. Dabei treffen wir besondere Vorkehrungen zur Wahrung der Sicherheit von Daten und des Schutzes der Persönlichkeit der Befragten. Der ICC/ESOMAR-Kodex sowie die Standesregeln sind einsehbar unter http://www.rat-marktforschung.de/startseite/. Falls Sie in unserer Arbeit einen Verstoß gegen die Standesregeln erkennen sollten, können Sie dort auch Beschwerde einreichen.

Im Folgenden möchten wir Sie über die Art, Umfang und Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten informieren. Das wollen wir in präziser, transparenter und verständlicher Weise tun. Sollten Sie darüber hinaus Informationsbedarf, Rückfragen oder sonstiges Feedback zur unserer Datenschutzerklärung haben, kontaktieren Sie uns gerne!

2. Verwendete Begrifflichkeiten

Bevor wir in den kommenden Abschnitten der Datenschutzerklärung auf unseren Verarbeitungsprozess, die rechtlichen Grundlagen unserer Verarbeitung sowie Ihre persönlichen Rechte in diesem Prozess eingehen, wollen wir, dass Sie wissen, wovon wir sprechen. Maßgeblich sind für uns die Begriffsbestimmungen des Art. 4 DSGVO.

Wir verwenden demnach unter anderem die folgenden Begrifflichkeiten:

  • „Personenbezogene Daten“ sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden „betroffene Person“) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind. (Art. 4 Nr. 1 DSGVO)
  • „Verarbeitung“ meint jeden mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführten Vorgang oder jede solche Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten wie das Erheben, das Erfassen, die Organisation, das Ordnen, die Speicherung, die Anpassung oder Veränderung, das Auslesen, das Abfragen, die Verwendung, die Offenlegung durch Übermittlung, Verbreitung oder eine andere Form der Bereitstellung, den Abgleich oder die Verknüpfung, die Einschränkung, das Löschen oder die Vernichtung. (Art. 4 Nr. 2 DSGVO)
  • „Verantwortlicher“ ist die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet; sind die Zwecke und Mittel dieser Verarbeitung durch das Unionsrecht oder das Recht der Mitgliedstaaten vorgegeben, so können der Verantwortliche beziehungsweise die bestimmten Kriterien seiner Benennung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten vorgesehen werden. (Art. 4 Nr. 7 DSGVO)
  • „Einwilligung“ der betroffenen Person bezeichnet jede freiwillig für den bestimmten Fall, in informierter Weise und unmissverständlich abgegebene Willensbekundung in Form einer Erklärung oder einer sonstigen eindeutigen bestätigenden Handlung, mit der die betroffene Person zu verstehen gibt, dass sie mit der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten einverstanden ist. (Art. 4 Nr. 11 DSGVO)

3. Name und Anschrift des Verantwortlichen

Umfragezentrum Bonn – Prof. Rudinger GmbH (uzbonn GmbH)
Gesellschaft für empirische Sozialforschung und Evaluation
Schloßstr. 2
D-53115 Bonn
Telefon: +49-228-299 711 44
E-Mail: info@uzbonn.de
Website: https://www.uzbonn.de

Vertreten durch:
Dr. Thomas Krüger
Dipl.-Kfm. Claus Mayerböck
Prof. Dr. Georg Rudinger

4. Interner Datenschutzbeauftragter

Datenschutzbeauftragter: Mathias Foehrmann
E-Mail: datenschutz@uzbonn.de

5. Arten der verarbeiteten Daten

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit verarbeiten wir mehrere Arten von personenbezogenen Daten. Das sind im Einzelnen:

  • Kontaktdaten (z. B. Telefonnummern, Namen, E-Mail-Adressen, postalische Adressen)
  • Inhaltsdaten (z. B. offene Textfelder in allen Arten von Befragungen)
  • Nutzungsdaten (z.B. besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten)
  • Meta-/Kommunikationsdaten (z.B. vom Browser übermittelte Geräte-Informationen, IP-Adressen, Anruflogs)

6. Kategorien betroffener Personen

Innerhalb unserer Befragungen verarbeiten wir die personenbezogenen Daten von unterschiedlichen Personengruppen. Diese lassen sich in zwei übergeordneten Gruppen zusammenfassen:

a. Nutzer/innen

  • Teilnehmer/innen an Online-, telefonischen oder postalischen Befragungen
  • Bewerber/innen als freie Mitarbeiter/innen bei uzbonn (per E-Mail oder über das Online-Formular)
  • ggf. Besucher/innen und Nutzer/innen unserer Webseiten
  • ggf. dritte Personen, die durch Teilnehmer/innen an Online-Befragungen zur Teilnahme eingeladen werden

b. Ansprechpersonen

  • projektspezifische Ansprechpersonen bei uzbonn (i.d.R. zuständige Projektleiter/innen)
  • allgemeine Ansprechpersonen bei uzbonn (etwa Geschäftsführung, IT)
  • ggf. projektspezifische und/oder allgemeine Ansprechpersonen bei Auftraggebern, für die wir Online-Befragungen durchführen

7. Zweck der Verarbeitung

  • Durchführung von Befragungen der Markt- und Sozialforschung
  • Beantwortung von Kontaktanfragen und Kommunikation mit Teilnehmer/innen
  • Sicherheits- und Wartungsmaßnahmen

Was wir unter diesen Punkten verstehen, wollen wir Ihnen in den folgenden Absätzen eingehend erläutern. Dazu unterscheiden wir zunächst einmal danach, wie wir Ihre Informationen erfassen.

Wir erfassen und speichern die Antworten, die Sie uns auf unsere Befragungen übermitteln. Die Teilnahme an einer Befragung durch uzbonn ist dabei grundsätzlich freiwillig.
Zu unterscheiden ist dabei zwischen verschiedenen Arten von Befragungen:

Anonyme Online- oder telefonische Befragungen

  • Anonyme Online-Befragungen, an der grundsätzlich jede Person, die den Befragungslink kennt und die an der Umfrage interessiert ist, teilnehmen kann.
  • Anonyme telefonische Befragungen, bei denen wir Haushalte bzw. Personen über zufällig generierte Festnetz- oder Mobilfunknummern anrufen.

Personalisierte Online-, schriftliche oder telefonische Befragungen

  • Personalisierte Online-Befragungen, zu deren Teilnahme Sie z.B. per E-Mail oder Brief eingeladen wurden. Diese Einladungen enthalten einen Zugangscode, der nur Ihnen persönlich die Teilnahme an einer Umfrage ermöglicht.
  • Personalisierte telefonische oder postalische Befragungen, die wir im Auftrag durchführen und bei denen uns von unserem Auftraggeber Kontaktdaten übermittelt wurden.

Anonyme Online- oder telefonische Befragungen

Bei anonymen Befragungen ist die Beantwortung in der Regel ohne die Angabe von personenbezogenen Daten, wie z.B. Ihrer postalischen Adresse möglich.

Je nach Fragebogen kann es sein, dass wir Sie für Ihre Teilnahmebereitschaft belohnen möchten oder für mögliche Folgebefragungen nach Ihren Kontaktdaten fragen. Sobald dies der Fall ist, werden wir Ihre Kontaktdaten strikt von Ihren Angaben im Fragebogen trennen. Dabei werden wir jeweils den gesetzlichen Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO in vollem Umfang nachkommen.

Personalisierte Online-, schriftliche oder telefonische Befragungen

Im Rahmen von personalisierten Befragungen senden wir Ihnen z.B. per E-Mail oder Brief einen individuellen Zugangscode zu einem Onlinefragebogen oder einen Papierfragebogen zu oder rufen Sie auf Ihrer Festnetz- oder Mobilfunknummer an.

Ihre Kontaktdaten können dabei je nach Befragungsprojekt aus unterschiedlichen Quellen stammen, die wir Ihnen im Rahmen der gesetzlichen Informationspflichten gemäß Art. 14 DSGVO grundsätzlich zu Beginn der Befragung nennen werden.

So kann es sein, dass Sie sich selber bei uns oder unserem Auftraggeber freiwillig zur Teilnahme an einer Befragung registriert haben oder Sie uns Ihre Kontaktdaten zwecks Einladung zu einer Befragung telefonisch mitgeteilt haben.

Bei Mitarbeiterbefragungen haben wir Ihre Kontaktdaten von Ihrem Arbeitgeber erhalten.

Bei Befragungen von Unternehmen entstammen Ihre Kontaktdaten öffentlich zugänglichen Quellen, wurden uns von unserem Auftraggeber übermittelt oder wir haben Ihre Kontaktdaten bei einem Anruf in Ihrem Unternehmen erfragt.

Sofern wir Ihre Adresse von unserem Auftraggeber erhalten haben, verarbeiten wir diese im Rahmen einer bestehenden Auftragsdatenverarbeitung nach § 11 BDSG (alt) bzw. im Rahmen einer Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.

Auch bei dieser Art von Befragung kann es sein, dass wir Sie für Ihre Teilnahme belohnen oder Sie für eine Folgebefragung oder mehrere Folgebefragungen im Rahmen des aktuellen Forschungsprojekts einladen möchten. Dazu werden wir jeweils Ihre Kontaktdaten erheben müssen. Sobald dies der Fall ist, werden wir Ihre Kontaktdaten strikt von Ihren Angaben im Fragebogen trennen. Dabei werden wir jeweils den gesetzlichen Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO in vollem Umfang nachkommen.
Ihre Einwilligung zur Teilnahme ist jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufbar.

Während der Befragungsphase werden Ihre Kontaktdaten und Ihr persönlicher Zugangscode getrennt von Ihren Fragebogenantworten gespeichert und sind diesen nur mittels einer automatisch generierten Zeichen- oder Ziffernfolge zuordenbar (sog. “Pseudonymisierung”).

Nach Abschluss des Befragungsprojekts werden Ihre Kontaktdaten und die Zuordnung zu den Fragebogenantworten gelöscht. Eine Zuordnung der Antworten auf den Fragebogen zu den Kontaktdaten der Befragten ist danach dann nicht mehr möglich (sog. „Anonymisierung“).

Etwaige Abweichungen von diesen Grundsätzen und Regeln werden Ihnen in Ausnahmefällen vorab explizit mitgeteilt.

Technische Informationen, die wir über Ihren Zugriff auf unsere Webserver erhalten

Neben Ihren inhaltlichen oder personenbezogenen Angaben in Online-Fragebögen, wird jeder Ihrer Zugriffe auf einen Webserver bei uzbonn in einer Protokolldatei für eine begrenzte Zeit mit folgenden Daten gespeichert:

  • Datum und Uhrzeit des Abrufs,
  • Anfragedetails und Zieladresse,
  • Name der abgerufenen Datei und übertragene Datenmenge,
  • IP-Adresse und
  • Meldung, ob der Abruf erfolgreich war

Diese Daten werden für statistische und Sicherungszwecke sowie zur Behebung möglicher Fehler ausgewertet. Diese Daten verarbeiten wir auf Basis unserer berechtigten Interessen nach Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO, sie werden nicht mit Ihren Angaben im Fragebogen verknüpft. Es erfolgt keine personenbezogene Auswertung oder Profilbildung. Wir behalten uns aber vor, Ihre IP-Adresse bei Angriffen auf die Internetinfrastruktur von uzbonn auszuwerten.

Darüber hinaus werden von unserer Befragungssoftware folgende Informationen ebenfalls für eine begrenzte Zeit in einer Protokolldatei gespeichert:

  • Datum und Uhrzeit des Fragebogenaufrufs und -abschluss,
  • Name der aufgerufenen Befragung,
  • Status des Fragebogens bei Abschluss („Vollständig bearbeitet“ oder „Unterbrochen“) und
  • bei personalisierten Befragungen: Ein Pseudonym zur Verknüpfung von Umfrageantworten und Kontaktdaten

Auch diese Daten werden auf Grundlage unserer berechtigten Interessen nach Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO nur für statistische Zwecke oder zur Behebung möglicher technischer Fehler erhoben und ggf. ausgewertet. Es erfolgt grundsätzlich keine personenbezogene Auswertung oder Profilbildung.

Die folgenden Daten werden automatisch zusammen mit Ihren Antworten auf eine Umfrage dauerhaft gespeichert:

  • Datum und Uhrzeit des ersten Fragebogenaufrufs und -abschluss,
  • Status des Fragebogens bei Abschluss („Vollständig bearbeitet“ oder „Unterbrochen“),
  • Typ des Endgeräts (Desktop-PC, Tablet oder Smartphone) und
  • bei personalisierten Befragungen: Ein Pseudonym zur Verknüpfung von Umfrageantworten und Kontaktdaten

Nach Abschluss eines Befragungsprojekts und sofern keine Folgebefragung geplant ist, wird die Verknüpfbarkeit zwischen Umfrageantworten und Kontaktdaten durch Löschung der Kontaktdaten zum frühestmöglichen Zeitpunkt aufgehoben („Anonymisierung“, siehe auch Erläuterungen zu personalisierten Befragungen). Dieser Zeitpunkt wird Ihnen üblicherweise zu Beginn der Befragung genannt. Falls wir Ihnen diesen Zeitpunkt nicht konkret benennen können, werden wir Ihnen darlegen, woran sich die Dauer der Speicherung bemisst. Das können etwa ein variables Projektende oder vertragliche Regelungen zur Abnahme der anonymisierten Befragungsergebnisse durch unsere Auftraggeber sein.

Meta-/Kommunikationsdaten, die im Rahmen telefonischer Befragungen anfallen

  • Datum und Uhrzeit des Anrufs,
  • Ergebnis des Kontakts (z.B. „Teilnahme verweigert“ oder „Befragung abschlossen“),
  • angerufene Telefonnummer,
  • bei personalisierten Befragungen: Ein Pseudonym zur Verknüpfung von Umfrageantworten und Kontaktdaten

Diese Daten werden auf Grundlage unserer berechtigten Interessen nach Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO für statistische Zwecke sowie zur Behebung möglicher technischer Fehler erhoben und temporär gespeichert. Während der Projektlaufzeit einer telefonischen Befragung werden diese Daten z. B. in Form der Anrufzeitpunkte ggf. genutzt, um Sie bei der Ausübung Ihrer gesetzlichen Rechte (etwa dem Auskunftsrecht nach Art. 15 DSGVO) zu unterstützen. Darüber hinaus erfolgt grundsätzlich keine personenbezogene Auswertung oder Profilbildung.

Weiterhin führen wir eine sog. „Blacklist“ für Rufnummern, die nicht wieder kontaktiert werden sollen. Sofern Sie es wünschen, können Sie Ihre Rufnummer(n) auf diese Liste setzen lassen (siehe auch „Wir haben Sie angerufen?“).

8. Maßgebliche Rechtsgrundlagen

Nach Maßgabe des Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen die Rechtsgrundlagen unserer Datenverarbeitungen mit. Sofern die Rechtsgrundlage in der Datenschutzerklärung nicht genannt wird, gilt Folgendes: Die Rechtsgrundlage für die Einholung von Einwilligungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 7 DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer Leistungen und Durchführung vertraglicher Maßnahmen ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, und die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Wahrung unserer berechtigten Interessen als Markt- und Sozialforschungsinstitut ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage.

9. Zusammenarbeit mit Auftragsverarbeitern und Dritten

Alle Daten, die wir im Rahmen der Beantwortung von Befragungen erhalten haben, werden streng vertraulich behandelt. Daten, die beim Zugriff auf Onlinefragebögen protokolliert wurden, werden an Dritte nur übermittelt, soweit wir gesetzlich oder durch Gerichtsentscheidung dazu verpflichtet sind oder dies im Falle von Angriffen auf die Internetinfrastruktur zur Rechts- oder Strafverfolgung erforderlich ist.

Fragebogenantworten werden grundsätzlich nur zusammen mit den Angaben der anderen Befragten in zusammengefasster (aggregierter) Form ausgewertet (z.B. als Mittelwert aller Antworten), veröffentlicht oder an Dritte (z.B. unseren jeweiligen Auftraggeber oder von ihm bevollmächtigte Dritte) weitergegeben. Dabei achten wir darauf, dass keine Rückschlüsse auf einzelne Teilnehmer möglich sind.

Sofern wir eine Befragung im Auftrag durchführen und wir vertraglich verpflichtet sind, die Befragungsdaten an den Auftraggeber oder von ihm bevollmächtigte Dritte weiterzugeben, übermitteln wir grundsätzlich nur die anonymisierten Befragungsdaten. Im Einzelfall und sofern es sich bei dem Auftraggeber ebenfalls um ein Forschungsinstitut und nicht z.B. ein Unternehmen handelt, das Kunden oder Mitarbeiter befragen lässt, übermitteln wir auch die weitergehenden Befragungsdaten. Dort gelten die gleichen Verpflichtungen zum Datenschutz.

Eine Weitergabe von im Rahmen der Beantwortung von Befragungen erhaltenen personenbezogenen Daten an Dritte, zu kommerziellen oder nichtkommerziellen Zwecken, findet darüber hinaus ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung nicht statt. Dies kann etwa im Rahmen von Vergütungen für die Befragungsteilnahme eine Rolle spielen, etwa wenn die Vergütung in Form von elektronischen Gutscheinen ausgezahlt wird.

Sofern wir Dritte mit der Verarbeitung von Daten auf Grundlage eines sog. „Auftragsverarbeitungsvertrages“ beauftragen, geschieht dies auf Grundlage des Art. 28 DSGVO.

10. Übermittlung in Drittländer

Eine Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten in „Drittländer“, also Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), findet grundsätzlich nicht statt. Das gilt auch für die Verarbeitung im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter oder die Offenlegung bzw. Übermittlung von Daten an Dritte. Sollten wir davon in Ausnahmefällen abweichen müssen, geschieht dies auf Grundlage Ihrer Einwilligung, aufgrund rechtlicher Verpflichtungen oder auf der Grundlage unseres berechtigten Interesses nach intensiver Interessenabwägung. Sollten wir eine Verarbeitung der Daten in Drittländern durchführen oder durchführen lassen, wird dies stets im Einklang mit dem besonderen Anforderungsniveau des Datenschutzrechts geschehen. Maßgeblich sind ist dabei Kapitel V DSGVO („Übermittlung personenbezogener Daten an Drittländer oder an internationale Organisationen“) bzw. im Besonderen die Art. 44 – 49 DSGVO.

11. Rechte der betroffenen Personen

Auskunftsrecht der betroffenen Person (Art. 15 DSGVO): Sie haben das Recht zu erfahren, ob Sie betreffende personenbezogene Daten durch uns verarbeitet werden. Falls dies der Fall ist, haben Sie das Recht, weitere Informationen über die Verarbeitung und eine Kopie Ihrer durch uns verarbeiteten personenbezogenen Daten zu erhalten.

Recht auf Berichtigung (Art. 16 DSGVO): Falls wir Sie betreffende falsche personenbezogene Daten verarbeiten, haben Sie das Recht, diese Daten durch uns korrigieren zu lassen. Sollten wir unvollständige Daten verarbeiten, haben Sie das Recht, eine Vervollständigung Ihrer Daten zu verlangen.

Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“) (Art. 17 DSGVO): Sie haben das Recht, eine unverzügliche Löschung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten zu verlangen.

Recht auf Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO): Sie haben nach Maßgabe des Art. 18 DSGVO das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen.

Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO): Sie haben das Recht, die Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die Sie uns zur Verarbeitung bereitgestellt haben, zu erhalten. Zudem können Sie bewirken, dass wir diese Daten an einen anderen Verantwortlichen übermitteln.

Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde (Art. 77 DSGVO): Sie das Recht, eine Beschwerde bei einer zuständigen Aufsichtsbehörde einzureichen.

12. Widerrufsrecht

Über die zuvor genannten Rechte hinaus haben Sie nach Art. 7 Abs. 3 DSGVO das Recht, jederzeit uns erteilte Einwilligungen zu widerrufen, um eine zukünftige Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu unterlassen.

13. Widerspruchsrecht

Schließlich haben Sie auch das Recht, der zukünftigen Verarbeitung der Sie betreffenden Daten nach Art. 21 DSGVO zu widersprechen.

14. Löschung von Daten

Wie im Kapitel „Rechte der betroffenen Personen“ erläutert, haben Sie das Recht, die Löschung und Einschränkung der Sie betreffenden personenbezogenen bei uns zu veranlassen. Sofern wir dazu projektspezifisch keine Ausnahmen geltend gemacht haben, löschen wir Ihre Daten grundsätzlich sobald diese für ihre originäre Zweckbestimmung, der Beantwortung von Forschungsfragen, nicht mehr nötig sind. Das wird üblicherweise mit Übermittlung der anonymisierten Befragungsergebnisse an unsere Auftraggeber der Fall sein. Etwaige Ausnahmen bilden personenbezogene Daten, zu deren Speicherung gesetzliche Aufbewahrungsfristen bestehen. So betragen die Aufbewahrungsfristen für Handelsbriefe und Buchungsbelege gemäß § 257 Abs. 1 HGB (etwa im Rahmen der Vergütung von Befragungsteilnahmen) sechs Jahre und nach § 147 Abs. 1 AO müssen für die Besteuerung relevante Unterlagen zehn Jahre lang aufbewahrt werden.

Sollten wir zu dieser gesetzlichen Aufbewahrungsdauer verpflichtet sein, können Ihre personenbezogenen Daten nicht gelöscht werden. Wir werden jedoch sicherstellen, dass die Verarbeitung dieser Daten eingeschränkt wird, die Daten also gesperrt werden und zu keinem anderen Zweck als unserer gesetzlichen Aufbewahrungspflicht gespeichert bleiben.

15. Kontaktaufnahme

Falls Sie mit uns in Kontakt treten wollen, etwa per Anruf auf projektspezifischen Telefonnummern bzw. per E-Mail oder bei der Wahrnehmung Ihrer Betroffenenrechte, werden Ihre Kontaktdaten zur Bearbeitung der Anfrage bis zur Klärung des Sachverhalts bei uns gespeichert. Je nach Art des Kontakts geschieht dies etwa in E-Mail-Form oder durch handschriftliche oder digitale Notizzettel. Es erfolgt in diesem Zusammenhang keine Weitergabe der Daten an Dritte. Die Daten werden ausschließlich für die Verarbeitung der Konversation verwendet. Ihre Daten werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt gelöscht. Als Rechtsgrundlage dieser Verarbeitung berufen wir uns auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.

16. Aktualisierung der Datenschutzerklärung

Mit Blick auf die rasante technische Entwicklung, kann Datenschutz natürlich niemals als abgeschlossener Prozess verstanden werden. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, behalten wir uns das Recht vor, diese Datenschutzerklärung von Zeit zu Zeit gemäß dem aktuellen Stand der Technik bzw. gesetzlichen Vorgaben anzupassen. Die vorliegende Datenschutzerklärung datiert vom 25.05.2018.